Die Gründerjahre


Die Idee, eine Firma zu gründen, war keineswegs so vorgezeichnet, wie man sich das vorstellen mag. Eine komplexe Vorgeschichte hüllt so manches Ereignis in dichten Nebel. Wir bringen ein wenig Licht ins Dunkel.

Die Anfänge der PROMOS fallen in eine Zeit, in der die Telekommunikation liberalisiert wurde: Der VEBA-Konzern, heute besser bekannt als E.ON, entwickelte in den frühen 90er-Jahren eine neue wohnungswirtschaftliche Software. Und zwar mit allem, was dazu gehört. Investitionen in Netzwerke, Infrastruktur und der Ausbau der Lösung sorgten für ein rasantes Wachstum des Düsseldorfer Unternehmens. Und was geschah derweil in Berlin? Hier saß ein kleines Team von Entwicklern, welches sich um die Betreuung der hiesigen Kunden kümmerte. Die Leitung übernahm ein junger Berufsanfänger. Schon länger in die Projekte und in das Berliner Wohnungsbau-Netzwerk involviert, eignete sich der Softwareentwickler bestens für die anstehenden Herausforderungen. Und davon gab es viele zu meistern.


Denn ein echter Krimi muss sich hinter verschlossenen Türen des Konzerns abgespielt haben. Von Gerüchten um einen Verkauf der neuen Software über das Abwerben von Kollegen bis hin zu drohenden Gefängnisstrafen und aufkeimenden Korruptionsvorwürfen war alles dabei, was den interessierten Leser fasziniert. Doch wie es eben von außen so ist. Als Geschäftsstelle bekommt man nur die Hälfte oder gar Bruchstücke davon mit. Für das Team war klar: Im Fokus stehen die Kunden. Ihr Vertrauen musste unbedingt gehalten werden. Das forderte sowohl ihr Ehrgeiz als auch ihr Berufsethos. Und auf dem Höhepunkt der Gerüchteküche 1997 verdichteten sich sämtliche Ereignisse zu der Frage: Warum machen wir uns nicht selbstständig?


Die Geburtsstunde der PROMOS schlug schließlich am 22. April 1998. Mit einem Glas Sekt wurde die Vertragsunterzeichnung am Ku’damm 70 begossen. Doch sehr viel Zeit zum Feiern blieb nicht. Der erste Kunde stand in den Startlöchern. Und das Team war schon spät dran. Denn das Ziel hieß: Produktivsetzung von SAP zum 01.01.1999. Und das, obwohl keiner aus der Reihe bisher jemals etwas von SAP gehört hatte.


Da stehen sie nun! Geschlossen. Seite an Seite. Um das zu schaffen, was ihnen keiner zugetraut hat. Unser Fundstück zu den Gründerjahren zeigt eine Aufnahme auf der Jannowitzbrücke aus dem Jahr 1998. Die erste Kampagne porträtierte das junge Team in diversen Perspektiven für eine brandneue Imagebroschüre.

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Wie soll es denn heißen?


Das Kind brauchte einen Namen. Aber bloß keine drei Buchstaben, das stand fest. Also wurden alle denkbaren Begriffe, wie Projektmanagement, Service usw., ausgeschnitten, auf dem Tisch verteilt und wild hin- und hergeschoben. Als plötzlich PROMOS auftauchte, war allen klar: Das passt! Denn die Systeme auf den Rechnern wurden mit Namen benannt, die max. 8 Zeichen lang sein durften. Die begeisterten Bergsteiger griffen damals auf eine Landkarte zurück. So erhielt jedes System den Namen eines Berges. Nummer eins war Promos, Nummer zwei wurde Zermula und so weiter und so fort. Seither trägt das Unternehmen den Namen PROMOS. Was für eine Geschichte!

Die Vorgehensweise ist übrigens bis heute die gleiche geblieben: 209 Systeme wurden insgesamt nach Bergen benannt und bilden mittlerweile eine eigene Gebirgskette.

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Wie würde wohl die passende Bildunterschrift lauten? Kaum zu glauben, jetzt stehen wir immer noch hier? Oder: Sagt mal, sehen wir heute jünger aus als vor 20 Jahren? In den Gründerjahren Mitte der 90er Jahre sind viele Unternehmen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Nicht alle haben den Weg geschafft. Daher sind wir besonders stolz, dass wir uns das Engagement und vor allem den Teamgeist aus den Anfangszeiten bewahren und mit vielen neuen Gesichtern bereichern konnten. Gemeinsam schauen wir gespannt in die Zukunft.


Wie es in unserer Chronik nun weitergeht, erfahren Sie nächsten Monat!

Zur Person:

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Jens Kramer

Geschäftsführer und Gründungsgesellschafter

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